2. 2 Schapfen Mühle Ulm-Jungingen

Befindet sich im Mühlenwinkel zwischen Nau, Blau und Donau

Schapfen Mühle Ulm-Jungingen

Die heutige Schapfenmühle wurde 1452 erstmals urkundlich erwähnt. Sicher ist jedoch auch, dass sie wesentlich älter ist. In der Gesetzes- und Verordnungssammlung der Stadt Ulm, dem „Roten Buch“ von 1440 ist von der „Wittingers Mühle“ die Rede und dieser Heinrich der Wittinger aus dem Staufergeschlecht war wohl der erste „Full-Service-Anbieter“ seiner Zeit für die Bauern, Bäcker und Hausfrauen, die zu ihm kamen, um Korn mahlen zu lassen. Doch die Geschichte der Schapfenmühle geht noch weiter zurück. Es gilt ebenfalls als gesichert, dass bereits im 11. Jahrhundert am Fischertor an die Mauern der Pfalz angelehnt, ein Müller sein Handwerk betrieben hat und noch heute geht die Staufermauer durch die ehemalige Mühle hindurch. 20 Schapfenmüller-Generationen sind namentlich bekannt und gehen bis auf das Jahr 1499 zurück - auf einen Hans Kinkelin, als einen der Vorfahren der heutigen Besitzerfamilie. Der Hausname „Schapfenmühle“, heute untrennbar mit dem Namen Künkele verbunden, ist seit 1633 gebräuchlich. Carl Künkele, Müller aus Urach und Großvater des heutigen Besitzers und Geschäftsführers Heinz Künkele, erwarb die Mühle 1891. Am Pfingstsonntag 1983 brennt die Schapfenmühle bis auf das Wohnhaus und den Getreidesilo am Ulmer Weinhof völlig ab. Jetzt ensteht ein neues Werk außerhalb der Ulmer Innenstadt im Stadtteil Juningen. 90 km Kabel wurden in diesem Werk der Technik verlegt, um 20 verschiedene Mehlprodukte herzustellen. Zum Jahresbeginn 1998 nahm die Schapfenmühle einen Erweiterungsbau mit 30.000 qm in Betrieb. Über vier Stockwerke werden die Warenströme in einem optimalen Produktionsfluss gesteuert. Drei Großrechner sind in Deutschlands erster voll computergesteuerten Mühle in der Lage, 17.000 Befehle zu verarbeiten und ca. 220 Motoren zu steuern. Zur Sicherung und für kontinuierlichen Erhalt des hohen Qualitätsstandards wird in der Schapfenmühle stetig gebacken, kontrolliert, analysiert. Unter den Maximen „Brot für die Gesundheit“ und „Alles Gute aus der Natur“ werden Traditionen gewahrt und zugleich neue Produkte lanciert und eingeführt.

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HINWEIS: Aus sicherheitstechnischen Gründen sind Besuche/Führungen im Produktionsbereich bis auf Weiteres leider nicht möglich.

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Ausstattungsmerkmale

Innenbesichtigung nach Absprache

Öffnungszeiten

Mo bis Fr 9.00 bis 18.00 Uhr,
Sa 9.00 bis 13.00 Uhr.
Anschrift Mühlenladen: Lerchenbergerstr. 19, 89160 Dornstadt