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Oberschwäbischer Mühlenpreis 2026 für Dr. Lutz Dietrich Herbst

15. Juli 2026

Oberschwäbischer Mühlenpreis 2026 für Dr. Lutz Dietrich Herbst

Mit dem Oberschwäbischen Mühlenpreis ehrt die Arbeitsgemeinschaft Mühlenstraße Oberschwaben e. V. ihren Mitgründer Dr. Lutz Dietrich Herbst. Mit dieser Auszeichnung würdigt der Verein sein jahrzehntelanges Engagement für die Erforschung, den Erhalt und die öffentliche Wahrnehmung der oberschwäbischen Mühlen- und Gewässerlandschaft.

Der gebürtige Berliner kam bereits in jungen Jahren mit seiner Familie nach Oberschwaben. Sein Vater war über zwanzig Jahre Rektor des Wieland-Gymnasiums in Biberach. Schon früh entwickelte Dr. Herbst eine besondere Leidenschaft für Bäche, Weiher, Seen und Wasserkraftanlagen. Diese Begeisterung führte ihn zu den historischen Mühlen der Region und legte den Grundstein für ein außergewöhnliches Lebenswerk.

Über Jahrzehnte sammelte Dr. Herbst historische Unterlagen, Karten, Fotografien und Dokumentationen. Sein umfassendes Wissen über die Mühlen, ihre Geschichte und ihre technische Entwicklung ist weit über die Grenzen Oberschwabens hinaus anerkannt. Als Mitarbeiter der Denkmalpflege war er für zahlreiche Mühlenbesitzer, Kommunen und Fachleute ein geschätzter Ansprechpartner und Berater.

Die Geschichte der Mühlenstraße Oberschwaben begann im Jahr 2004. Nach einem Aufruf in der Zeitschrift Mühlstein der Deutschen Gesellschaft für Mühlenerhaltung (DGM) lernten sich Dr. Lutz Dietrich Herbst und der Tannheimer Müller und Mühlenbesitzer Gerd Graf kennen. Schnell wurde deutlich, dass beide dieselbe Vision teilten: Die einzigartige Mühlenlandschaft Oberschwabens sollte erhalten, miteinander vernetzt und als kulturelles Erbe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Mit großem persönlichem Einsatz entstand ein Netzwerk, das seinesgleichen sucht. Mehr als 130 Mühlen, Wasserkraftanlagen und historische Standorte zwischen Ulm, dem Allgäu und dem Bodensee wurden angeschrieben. Mit einer Rückmeldung von 105 Stationen wurden alle Erwartungen übertroffen. Dieses überwältigende Interesse war der Startschuss für die Mühlenstraße Oberschwaben.

Im Jahr 2008 gründeten Dr. Lutz Dietrich Herbst und Gerd Graf schließlich die Arbeitsgemeinschaft Mühlenstraße Oberschwaben e. V. Von Beginn an brachte Dr. Herbst sein enormes Fachwissen, seine historische Forschung und seine unermüdliche Einsatzbereitschaft in die Vereinsarbeit ein. Über viele Jahre hinweg war er zudem Zweiter Vorsitzender des Vereins und prägte dessen Entwicklung entscheidend.

Ob bei der Erstellung des Mühlenatlas, der historischen Aufarbeitung einzelner Standorte, der Beratung von Mühlenbesitzern oder bei Vorträgen und Führungen – Dr. Herbst war stets ein verlässlicher Wissensvermittler und Ideengeber. Sein umfangreiches Archiv und seine Leidenschaft für die Mühlenlandschaft haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Geschichte der oberschwäbischen Mühlen bewahrt und lebendig gehalten wird.

Mit der Verleihung des Oberschwäbischen Mühlenpreises bedankt sich die Arbeitsgemeinschaft Mühlenstraße Oberschwaben e. V. bei ihrem Mitgründer für eine außergewöhnliche Lebensleistung. Sein Name ist untrennbar mit der Entstehung und Entwicklung der Mühlenstraße verbunden.

Der Vorsitzende Gerd Graf würdigt die Verdienste seines langjährigen Weggefährten mit den Worten:

„Ohne Dr. Lutz Dietrich Herbst gäbe es die Mühlenstraße Oberschwaben in ihrer heutigen Form nicht. Sein außergewöhnliches Wissen, seine Beharrlichkeit und sein unermüdlicher Einsatz haben unsere Arbeit von Anfang an geprägt. Dafür gebührt ihm unser herzlicher Dank und höchste Anerkennung.“

Die Arbeitsgemeinschaft Mühlenstraße Oberschwaben e. V. gratuliert Dr. Lutz Dietrich Herbst herzlich zum Oberschwäbischen Mühlenpreis und bedankt sich für sein außergewöhnliches Engagement zum Erhalt des kulturellen Erbes der oberschwäbischen Mühlenlandschaft.

Bildunterschrift: Gerd Graf, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mühlenstraße Oberschwaben e.V.;  Dr. Lutz Dietrich Herbst, Preisträger des oberschwäbischen Mühlenpreis 2026; Ein Foto des Mahlsteins & dem Mühlengeschenkkorb als Anerkennung.

Deutscher Mühlenpreis 2025 der DGM für Gerd Graf

8.August 2025

Müller Gerd Graf aus Tannheim mit DGM-Preis 2025 ausgezeichnet

 

Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung DGM hat den beliebten Deutschen Mühlentag ins Leben gerufen. Gleichzeitig zeichnet die über 3.000 Mitglieder starke Vereinigung mit dem dotierten DGM-Preis aus der Anneliese-Schücking-Stiftung Menschen aus, die sich um die Erhaltung historischer Wasser- oder Windmühlen besonders verdient gemacht haben. Einziger Preisträger in Baden-Württemberg, der selbst eine Wassermühle betreibt und Getreide auf historischen Maschinen mahlt, ist in diesem Jahr der weithin bekannte Landwirtschaftsmeister und Müller Gerd Graf aus Tannheim im östlichen Landkreis Biberach. Bei der Übergabe der Auszeichnung würdigte Dr. Lutz Dietrich Herbst, Fachreferent für Bauten der historischen Wasserbewirtschaftung im Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, stellvertretend für den Präsidenten der DGM und früheren Bürgermeister der rheinischen Mühlenstadt Wegberg Reinhold Pillich Grafs jahrzehntelanges bürgerschaftliches Engagement. Dieses gehe über den Betrieb der jahrhundertealten Wassermühle auf dem Tannheimer Mühlberg weit hinaus.

 

Initiativen wie die Mühlenstraße Oberschwaben, Taschenbücher zum Mühlen- und Jagdwesen in Oberschwaben und dem Schwarzwald, unzählige Führungen und Medienauftritte ließen Gerd Graf und Tannheim über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt werden. Ferner verdanke die bundesdeutsche Kulturlandschaft auch seinem Wirken als überregional tätigem Mühlensachverständigem den Eintrag der traditionellen Handwerksmüllerei in das bundesdeutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO, die mit seinem Konterfei wirbt. Ebenso widmete er als Heimatforscher und Herausgeber seinem Heimatort zwei aufschlussreiche Bildbände, die den Wandel der Illertalgemeinde im Lauf der Zeit veranschaulichen. Aus persönlichen Gründen fand die Preisverleihung im Rahmen einer Veranstaltung der Interessensgemeinschaft Heimatforschung Biberach in Ummendorf statt.

Bildunterschrift: Gerd Graf, Preisträger des DGM-Preises 2025 (Mitte), Johannes Lutz,Sprecher der IG Heimatforschung (links), Dr. Lutz Dietrich Herbst, Bürgermeister Heiko De Vita (Tannheim) (rechts).

Hermann Jakob Gütler erhält Auszeichnung zum Mühlen Master

Mittwoch, 08 Januar 2025.

 

Nachwuchsmüller beweist sich als Jahrgangsbester

Hermann Jakob Gütler, der Sohn von Elisabeth und Hermann Güthler aus der Stelzenmühle ist im November 2024 in der Rubinmühle Lahr als Sieger der MühlenMasters hervorgegangen. Vier Müllerinnen und acht Müller aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sind zum MühlenMasters 2024 angetreten, um ihr Können und Wissen zu beweisen und sich zu messen.

Mehr dazu lesen Sie hier, auf der offiziellen Seite des Verbands Deutscher Mühlen.

Wir gratulieren ihm ganz herzlich zu seinem Erfolg und wünschen weiterhin viel Freude mit der Ausübung der Müllerei!

Das Siegertreppchen der MühlenMasters. Von links nach rechts: Vanessa Puls, Hermann Jakob Gütler, Juro Paul Meyer.

Die Schapfenmühle hat eine Wirtschaftsmedaille erhalten

Dienstag, 07 Januar 2025.

Auszeichnung durch das Wirtschaftsministerium von Baden-Württemberg

„Die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten seit 1987 Persönlichkeiten und Unternehmen, die sich in herausragender Weise um die Wirtschaft des Landes verdient gemacht haben. Auch besondere Leistungen, die in Organisationen der Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Arbeitgeberorganisationen und im Bildungswesen erbracht wurden und die der Wirtschaft und Gesellschaft des Landes dienen, können auf diese Weise geehrt werden.“ (Witschaftsministerium Baden-Württemberg)

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht zum Thema.

 

Wir gartulieren der Schapfenmühle zu dieser besonderen Auszeichnung!

 

Seit 2024 stehen drei weitere Getreidemühlen der Mühlenstraße still

Mittwoch, 01 Januar 2025.

Gedanken zum neuen Jahr 2025

In diesem Jahr jährt es sich zwanzigste Mal, dass das Netzwerk „Mühlenstraße Oberschwaben“ von Dr. Lutz Herbst und dem Müller Gerd Graf begründet wurde. Zu Beginn waren es über 100 Stationen in dem Gebiet, ausgehend von Kempten, die Iller entlang bis Ulm, dann der Donau entlang bis Sigmaringen, über Meßkirch, Überlingen, den Bodensee entlang bis Friedrichshafen, danach über Wangen, Isny zurück nach Kempten. In diesem Bereich befanden sich 14 aktive Getreidemühlen. Davon haben allein in den letzten beiden Jahren drei aktive Getreidemühlen ihren Betrieb eingestellt.

Die Beweggründe zu diesem Schritt waren unterschiedlich, jedoch ist der bloße Umstand eine bedenkliche Entwicklung, wenn man sich vor Augen führt, dass diese Betriebe davor über Jahrhunderte hinweg existiert haben und mit Sicherheit schwierige Zeiten, Not und Elend überlebten. Sie sorgten beständig für Versorgungssicherheit und Wohlstand. Genau diese Betriebe haben nun schon zweimal in jüngster Zeit, in der das gewohnte Umfeld ins Wanken geriet – während der Corona-Pandemie und dem Kriegsbeginn auf ukrainischem Gebiet – für die Versorgung mit Lebensmitteln gesorgt, als Discounter längst ausverkauft waren. Es ist erschütternd, wie leichtfertig mit diesen Situationen umgegangen und wie selbstverständlich zum Produkt beim Supermarkt gegriffen wird.

Es mag manchen Menschen nicht bewusst sein, ebenso wenig scheinen Verantwortliche in Gesellschaft und Politik dies im Fokus zu sehen. Sicher ist aber, dass die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln eine der wichtigsten Säulen des Lebens ist. Wir betrachten die Entwicklung mit Sorge, dass immer mehr der kleinen lebensmittelverarbeitenden Handwerksbetriebe verschwinden, dies gilt sowohl für die Müllerei, als auch für die Landwirtschaft und zahlreiche andere Branchen.

Nutzen auch Sie unseren Denkanstoß, um einmal zu überlegen, wie bewusst Sie Ihre Lebensmittel erwerben und konsumieren.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes Jahr 2025 und freuen uns über Ihre Unterstützung für den Erhalt der traditionellen Müllerei!

Gerd Graf

Angermühle Biberach stellt Ende des Jahres ihren Betrieb ein

Freitag, 19 Juli 2024.

Die Mühlenstraße Oberschwaben verliert die zweite aktive Mühle binnen einen Jahres

In ihrer Ausgabe vom 29.Juni 2024 hat die Schwäbische Zeitung, Ausgabe Biberach, darüber berichtet, dass die letzte Mühle in der Innenstadt der Kreisstadt Biberach schließt. Ein trauriges Kapital schreibt die aktuelle Zeit: Binnen eines Jahres hat nun eine weitere Station unserer Mühlenstraße Oberschwaben, die Angermühle Mühlschlegel, das Mahlen von Getreide eingestellt. Der Mühlenladen ist noch bis Jahresende geöffnet. Im vergangenen Jahr hat auch die Mönchmühle in Ravensburg den aktiven Mahlbetrieb beendet und den Mühlenladen geschlossen. Betriebe, die nun schon seit Jahrhunderten Korn zu Mehl verarbeitet haben, verschwinden scheinbar achtlos.

Ist den Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik eigentlich klar, dass dies nicht nur ein Schließen der Pforten bedeutet? Jahrhundertelang haben diese Betriebe das Volk zuverlässig und ohne großes Aufheben ernährt. Was allen nicht bewusst ist: Genau diese  Betriebe stellen nach wie vor Stützen der Nahrungsmittelsicherheit und eine klimafreundliche, ökologische Wertigkeit für uns alle dar. Die so sehr gepflegten Discounter werden – und das hat sich in den letzten zwei Anlässen für die Mehl-Hamsterkäufe – wie Corona-Pandemie und Kriegsbeginn in der Ukraine –  gezeigt, mit ihren Systemen versagen. Dann weichen die Menschen auf die scheinbar kleinen, noch existierenden Betriebe aus. Kann mir wirklich jemand sagen, dies sei ihm egal? Diese Menschen haben meines Erachtens die Tragweite nicht erkannt!

Anstatt auf Lebensmittel- und Versorgungssicherheit zu achten, hat man den Blick auf wahrlich belanglose Dinge gerichtet. Unsere Gesellschaft widmet sich Themen wie Gendern und Cannabis…. Die Abrechnung wird kommen: Mit jedem
Betrieb, der aktuell aufhört – aus welchem Grund auch immer – werden wir das bitterböse büßen müssen.

Wir sollten nicht den Fokus auf die ganze Welt richten, sondern genau vor unsere Füße und schauen, was da passiert, Das wird es sein, was uns in Zukunft sprichtwörtlich „auf die Füße fällt“!

 Gerd Graf

 Nun dazu auch ein Bericht von Tanja Bosch von der Schwäbischen Zeitung

Vorankündigung: Mühlenfest am 6. und 7. Juli 2024 in der Stelzenmühle Egmannsried

Dienstag, 16 April 2024.

Mühlefest in der Stelzenmühle Eggmannsried mit Blasmusik vom Feinsten

Am 6. und 7. Juli öffnet die Stelzenmühle ihre Pforten. Zusammen mit dem Musikverein wird ein sicher sehr interessanten Programm geboten. Die Stelzenmühle ist auch Mitglied der Mühlenstraße Oberschwaben. Zum Programm erfahren sie in Kürze mehr.

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